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Dennis Uzon

Coronafälle im Waldkraiburger Schlachthof: Anfrage für den Kreistag!

Dass Schlachthöfe zu Hotspots von Corona geworden sind, ist in den letzten Tagen bundesweit klar geworden. In Waldkraiburg gab es zwei bestätigte Coronafälle im ortsansäßigen Schlachthof der Vion-Gruppe. Das hat mich dazu veranlasst, folgende Anfrage für die nächste Kreistagssitzung zu stellen

 

Anfrage für die nächste Kreistagssitzung

Corona-Pandemie: Schlachthöfe in Waldkraiburg und Ampfing

Sehr geehrter Landrat Herr Heimerl,

europa- und bundesweit haben Corona-Infektionen in Schlachthöfen Schlagzeilen gemacht. In Schlachtbetrieben mehrerer Bundesländer sind zahlreiche Corona-Infektionen aufgetreten. Davon betroffen: Schlachthöfe der Vion-Gruppe.

Beispielsweise hatten sich rund 140 Menschen aus dem Umfeld des Vion-Schlachtbetriebes in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) mit dem Coronavirus infiziert. Hierbei betroffen: Mitarbeitende und deren Familien. Ein Großteil von ihnen sind über einen Subunternehmer in einer ehemaligen Kaserne untergebracht. Vertreter der Arbeiter machten laut, dass Einzelunterbringung die Ausbreitung des Virus eingedämmt hätte. Dass aber auch die örtlichen Behörden keine Kontrollen veranlasst hatten, ist kritisch zu hinterfragen.

Im niederländischen Groenlo haben sich beim örtlichen Vion-Schlachthof 147 von 600 Beschäftigten mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter wohnt aufgrund der Grenznähe des Schlachthofes in Deutschland. Mittlerweile wurde die gesamte Belegschaft des betroffenen Schlachthofes in häusliche Quarantäne geschickt.

Der Vion-Konzern betreibt ihren größten Rinderschlachthof in Waldkraiburg. Dort sind nach Angaben der Südfleisch-GmbH rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, davon 240 mit Werkverträgen. Neben Vion betreibt auch die Süddeutsche Truthahn AG einen Schlachthof im Landkreis Mühldorf.

Aufgrund der oben aufgeführten Tatsachen bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:

1. Ist dem Landrats- bzw. Gesundheitsamt bekannt, wie und wo die Beschäftigten des Waldkraiburger und Ampfinger Schlachthofes untergebracht werden? Können Sie nähere Einzelheiten diesbezüglich erläutern?

2. Sind dem Landratsamt Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetzes und anderer Arbeitsschutzgesetze in den Schlachthöfen in Waldkraiburg und Ampfing bekannt?

3. Wie oft wurden/werden die Beschäftigten in den Schlachthöfen in Waldkraiburg und Ampfing auf das Coronavirus getest?

4. Die Schlachthöfe in Waldkraiburg und Ampfing haben „Hygienekonzepte für die verschiedenen Bereiche vorgelegt“ . Inwiefern unterscheiden sie sich und welche Bestimmungen sind in den Konzepten festgelegt?

Mit freundlichen Grüßen

Dennis Uzon


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