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Coronafälle im Waldkraiburger Schlachthof

Kürzlich wurden zwei Arbeiter im Waldkraiburger Schlachthof positiv auf Corona getestet. Die Ergebnisse vom Schlachthof in Ampfing stehen noch aus. Jedoch zeigte sich schon bundesweit, dass Schlachthöfe zu Corona-Brennpunkten eskalierten. 

Es ist kein Zufall, dass in deutschen Schlachthöfen bereits hunderte Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Die Gruppe „Vion“ betreibt ihren größten Rinderschlachthof in Waldkraiburg. Dieses gilt als das größte ihrer Art in Europa. In Waldkraiburg werden, wie in vielen anderen Schlachthöfen bundesweit, Menschen als Arbeitssklaven behandelt. Wo sie bis zur Erschöpfung ausgebeutet und im engen Wohnraum kollektiv untergebracht werden, wo aber auch Arbeitsschutz und gewerkschaftliche Organisation dank Subunternehmen ein Fremdwort sind, dort breitet sich die Pandemie ungehindert weiter aus.

Wir fordern für die betroffenen Beschäftigten im Waldkraiburger Schlachthof konsequenten Schutz! Gewerkschaftliche Organisation, faire Arbeitsverträge und verbindliche Mindeststandards im Betrieb sowie in den Unterkünften der Arbeiter müssen gewährleistet werden! Die Last der Coronakrise darf nicht auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt werden!

Coronafälle werden nur da bestätigt, wo kontrolliert wird. Erst nach bundesweiten Schlagzeilen ordnete das Mühldorfer Landratsamt Coronatests an, bei denen sich zwei in Waldkraiburg als positiv herausgestellt haben. Würde überall und regelmäßig kontrolliert werden, so gäbe es mehr bestätigte Fälle. Wenn Vion ihren Betrieb aufrechterhalten möchte, ist es dringend geboten, dass jeder Beschäftigte zwingend sowie regelmäßig auf Kosten des Vion-Konzerns auf Corona getestet werden.

DIE LINKE Waldkraiburg fordert, dass das Gesundheitsamt die Massenunterkünfte wegen Gefahr der Corona-Ansteckung schließt und die Bereitstellung von Ersatzunterkünften auf Kosten von Vion sowie der beteiligten Subunternehmen gewährleistet wird.

Die Fleischindustrie ist mafiös organisiert und hat eine starke politische Lobby. Der Beschluss der Bundesregierung, Werkverträge zu verbieten, kann durch den starken Lobbyeinfluss deutlich verschwommen werden. Deswegen gilt es, ihre Macht zu brechen und eine politische Perspektive für die Beschäftigten zu etablieren.

Wir werden zur nächsten Kreistagssitzung folgende Anfrage stellen: Das Landratsamt Mühldorf soll mitteilen, ob seine Ämter angesichts der Corona-Pandemie und Arbeitsschutzbestimmungen die Zustände in den Schlachthöfen und Massenunterkünften im Blick haben sowie effektiv kontrollieren.


Unsere Mandate

Kreistag Mühldorf

DIE LINKE / Die PARTEI

Stadtrat Mühldorf

DIE LINKE / Die PARTEI

 

LINKER Stammtisch
offen für alle!

• momentan wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt!


• jeden 3. Donnerstag im Monat
• ab 18:00 Uhr
• im Goa (Stadtplatz 15) in Mühldorf.